„Eine ruhige Kreisligasaison im Mittelfeld“, abseits von nervenaufreibendem Aufstiegs- oder Abstiegskampf – das war allenthalben der Wunsch der Verantwortlichen und des Mannschaftsumfeldes beim FV Vilseck. Davon hätte man schließlich in den letzten 10 Jahren genug gehabt. Lange Zeit sah es auch genau danach aus. Einen Mini-Fehlstart steckte das Team gut weg und im Herbst 2025 wechselten sich Siege und Niederlagen bei überwiegend ansehnlichen Leistungen in schöner Regelmäßigkeit ab. Nach der Winterpause wünschte sich Trainer Tobi Graßler eine bessere Punktausbeute, doch sechs sieglose Spiele in Serie ließen Unruhe aufkommen. Plötzlich drohte zumindest aus der Ferne das Abstiegsgespenst. Aber als die Gefahr am größten wurde, fand das Team zurück in die Spur und vermied letztlich souverän allzu große Sorgen um den Klassenerhalt. In der Endabrechnung stand Tabellenplatz 10 zu Buche – nicht das, was man sich erhofft hatte, aber auch kein Beinbruch.
Hinsichtlich einer anderen Prophezeiung avancierte der FV zu der Kreisligamannschaft schlechthin. Jeder könne in dieser Liga jeden schlagen, unkten quer durch die Liga die Fachleute. Und Vilseck lieferte: eine Blamage gegen den Tabellenletzten? Selbstverständlich gerne: bei ekelhaftem Winterwetter gab es eine 1:2-Heimpleite gegen den ASV Haselmühl. Und was macht der FV nach fast genau einem halben Jahr ohne Sieg in der Liga? Man sichert deren Erhalt effektvoll, indem man den souveränen Tabellenführer und späteren Meister aus Raigering mit 4:1 vom Platz fegt. Für Unterhaltung war also gesorgt beim FV.
In allen 26 Partien zum Einsatz kamen Marcel Suttner und Max Schönberger, der mit 10 Treffern auch die interne Torjägerkanone gewann, knapp vor Lukas Madl und Dominik Rudlof.
